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Frankentornado fegt über Bad Neustadt / Bayernweit einmalige Einsatzübung



die Einheiten fahren den Bereitstellungsraum an

die Einheiten fahren den Bereitstellungsraum an

Frankentornado fegt über Bad Neustadt / Bayernweit einmalige Einsatzübung

Im Katastrophenfall helfen alle zusammen

Großübung „Frankentornado 2010“ mit rund 1000 Hilfskräften / Hitze sorgte für Übungsabbruch

„Katastrophenalarm in der Rhön, der Frankentornado fegt über Bad Neustadt“ hieß es am 09.07. und 10.07.2010 zu einer groß angelegten zweitägigen Einsatzübung im Bereich Bad Neustadt a.d.Saale.

Rund 800 Einsatzkräfte von THW, Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr sowie weiteren Rettungsorganisationen aus ganz Unter-, Mittel- und Oberfranken rückten bereits am Freitag mit ihren 200 Einsatzfahrzeugen zu dieser Übung an.

Die 2 alarmierten Sanitätshilfeleistungskontingente aus Unterfranken und Ober- und Mittelfranken, jedes 125 Mann stark rückten gemeinsam mit dem Standardkontingent der Feuerwehr Rhön-Grabfeld, der Polizei und dem THW Mellrichstadt, Bad Kissingen und Schweinfurt, die zusammen 2 technische Züge sowie weitere Gruppen stellten, am Freitag Abend an.

Zahlreiche Bad Neustädter säumten die Straße, als die Einsatzkräfte vom Verfügungsraum an der Straßenmeisterei Rödelmaier, den sie als erstes anfuhren, in mehreren Marschpaketen den Bereitstellungsraum auf dem Festplatz in Bad Neustadt anfuhren. So ein Aufgebot an Rettungskräften hat man bis dato noch nie in Bad Neustadt auf einmal gesehen.

Die Führung der Einsatzkräfte übernahm die THW Fachgruppe Führung und Kommunikation vom Ortsverband Mellrichstadt, die gemeinsam mit der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung des Landkreises Rhön-Grabfeld sowie den Sanitätseinsatzleitungen Rhön-Grabfeld und Nürnberg, ein großes Führungs- und Lagezentrum auf dem Festplatz eingerichtet hatten.Die Einsatzleitung übernahm der Kontingentführer für Unterfranken Uwe Kippnich vom Bayerischen Roten Kreuz, der auch diese Übung federführend ein Jahr lang vorbereitet hatte.

Nach der feierlichen Eröffnung der Übung am Samstagvormittag gab der Schirmherr der Übung, Gerhard Eck, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Inneren, den Startschuss für die hauptsächliche Einsatzübung. Zuvor betonte dieser, dass jeder Euro der in die technische Ausstattung der Hilfskräfte geht wichtig und gut angelegt ist. Wenn damit nur ein Leben gerettet wurde, so habe sich diese Investition bereits gelohnt, so seine Worte.

Bei der ersten Einsatzstelle wurde ein Deckeneinsturz in einer Diskothek angenommen, bei dem mehrere Verletzte teils verschüttet waren. Zu diesem Szenario rückten ein Teil der im Bereitstellungsraum befindlichen Einheiten vom THW, Feuerwehr, Polizei und dem Rettungsdienst an. Überall lagen die realitätsnah geschminkten „Opfer“, die lautstark um Hilfe riefen. Ein Szenario mit Realitätscharakter. Die Rettung, die medizinische Erstversorgung bis hin zum Abtransport der Verletzten in die Klinik verlief reibungslos.

Gut eine Stunde nach dem Beginn der ersten Einsatzstelle sollten 2 weitere Einsatzstellen für die im Bereitstellungsraum wartenden, restlichen Einheiten folgen. Doch als das Thermometer über 40 Grad anzeigte wurde die Übung durch den Einsatzleiter Uwe Kippnich abgebrochen, nachdem schon einige Einsatzkräfte an Hitzeerschöpfung litten. Zudem wurden alle Einsatzkräfte nach Übungsende zum Abkühlen ins Schwimmbad geschickt, um nicht aus der Übung einen großen Ernstfall mit mehreren betroffenen Einsatzkräften zu machen.

Trotz des Abbruchs der Hauptübung am Samstagnachmittag waren sich alle Beteiligten einig, dass das Hauptziel der Übung, die große Anzahl an verschiedenen Einheiten zu führen und zu verwalten und im Einsatz richtig einzusetzen, die Zusammenarbeit aller beteiligten Hilfsorganisationen, das Versorgen aller Einsatzkräfte im Bereitstellungsraum sowie das Heranführen und Sammeln der alarmierten Hilfeleistungskontingente, ohne Probleme und hervorragend geklappt hat.

Die Übung wurde ebenfalls von 3 Universitäten aus Freiburg, Karlsruhe und Köln begleitet und ausgewertet.

Vom THW waren an der Übung der Technische Zug und die Fachgruppe Führung und Kommunikation aus Mellrichstadt, der Technische Zug aus Schweinfurt und Bad Kissingen sowie der Kraftomnibus aus Obernburg, mit insgesamt über 70 Helfern im Einsatz.

Einheiten im BereitstellungsraumFührungsbesprechung in der Führungsstelledas gemeinsame Fürungs und LagezentrumAufstellung am Bereitstellungsraum
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Links zu diesem Artikel

» THW OV Mellrichstadt

» THW OV Schweinfurt

» THW OV Bad Kissingen

» weitere Bilder von der Übung



Autor: erklaer-baer

Titel: Frankentornado fegt über Bad Neustadt / Bayernweit einmalige Einsatzübung

Erstellt: 12.07.2010

Letzte Änderung: 13.07.2010

Erklaer-baer
Ausbildungsbeauftragter  Männlich  Bayern  
Erklaer-baer
OV Mellrichstadt
 
 








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